Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung
Vorsorgen ist besser als Heilen – das wussten schon die alten Griechen. Ich kann Ihnen die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung nur wärmstens empfehlen! Sie ist im Handumdrehen erledigt und im Regelfall gehen Sie mit dem beruhigenden Gefühl heim, dass Sie sich keine Sorgen machen müssen. Sollte es eine böse Überraschung geben, stehen die Chancen gut, dass wir ein mögliches Problem frühzeitig erkannt haben und daher gut behandeln können.
Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung Ihrer Gesundheit.
In meiner Praxis legen wir Wert darauf, dass sich jede Patientin während der Vorsorgeuntersuchung wohl fühlt. Bei einem ersten Kennenlernen bei jungen Patientinnen ist nicht zwingend eine gynäkologische Untersuchung notwendig!
Untersuchung Vulva, Vagina, Gebärmutterhals
Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung beginnt bei den äußeren Geschlechtsteilen. Ich sehe mir an, ob es Auffälligkeiten im Bereich der Vulva, Vagina und des Gebärmutterhalses gibt, um Entzündungen oder Veränderungen frühzeitig zu erkennen und zu therapieren.
PAP-Abstrich
Vom Gebärmutterhals entnehme ich im Rahmen der gynäkologischen Routineuntersuchung einen Abstrich. Diese Gewebszellen schicke ich an ein spezialisiertes Labor, wo sie ein Pathologe auf Veränderungen untersucht, die auf Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen hinweisen könnten.
HPV-Abstrich
Ein HPV Abstrich untersucht (anders als der jährliche PAP Abstrich), ob Viren des Humanen Papillomvirus am Muttermund nachweisbar sind. Diese Viren sind zu 99,7% für einen Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Ziel dieses zusätzlichen Abstriches ist es, in Kombination mit einem PAP Abstrich eine noch genauere Aussage über das Risiko einer zellulären Veränderung (=Krebsvorstufe) zu treffen. Sollte eine HPV high risk Infektion nachgewiesen werden, besteht die Möglichkeit eine gezielte lokale Therapie am Muttermund durchzuführen bevor der PAP-Abstrich auffällig wird.
Sollte der PAP Abstrich bereits auffällig sein, wird eine HPV Testung von den gängigen Gesundheitskassen übernommen. Aber auch bei unauffälligen PAP Abstrichen ist eine Testung ab dem 30. Lebensjahr sinnvoll und empfohlen, um ein erhöhtes Risiko eines Gebärmutterhalskrebses auszuschließen oder rechtzeitig therapieren zu können. In diesem Fall sind die Laborkosten von derzeit 60 Euro von der Patientin selbst zu tragen.
Gynäkologischer Ultraschall
Dies ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem die inneren Strukturen des weiblichen Fortpflanzungssystems detailliert darstellbar sind. Diese Untersuchung ist wie alle im Rahmen der gynäkologischen Vorsorge vorgenommenen Untersuchungen schmerzfrei und erfolgt gewöhnlich durch die Vagina. Bei sehr jungen Patientinnen, oder in anderen Bedarfsfällen kann ich auch von außen über den Bauch schallen. Im Ultraschall kann ich mir unter anderem die Gebärmutter, die Eierstöcke und Eileiter ansehen und erkenne sehr gut Myome, Zysten oder anderen Veränderungen im Unterleib.
Brustuntersuchung
Die Brustuntersuchung ist ein weiterer integraler Bestandteil der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung. Ziel ist es, Veränderungen im Brustgewebe frühzeitig zu erkennen. Frauen jeden Alters sollten regelmäßig selbständig ihre Brüste auf Auffälligkeiten wie Knoten, Veränderungen der Haut oder ungewöhnliche Schmerzen untersuchen. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, einmal im Jahr eine professionelle Brustuntersuchung vornehmen zu lassen. Mittels gründlicher Palpation – Abtastung – erkenne ich Veränderungen, die ich bei Bedarf weiter abklären lassen werde.
Beratung moderne Empfängnisverhütung
Zur sicheren modernen Empfängnisverhütung stehen uns Frauen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Zu Unterscheiden sind in erster Linie hormonelle von nicht hormonellen Präparaten. Bei den hormonellen Präparaten ist wiederrum eine Unterteilung in Kombinationspräparate, welche Östrogen und Progesteron enthalten und reine Gestagen (Progesteron) Präparate.
Gerne beraten wir Sie und suchen die für Sie individuell beste, moderne Empfängnisverhütung – bitte vereinbaren Sie zu diesem Zweck einen eigenen Termin, da wir uns für dieses Gespräch mehr Zeit nehmen möchten.